Von Sydney nach Neuseeland

Von Sydney nach Neuseeland

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Den Sonntag verbrachten wir in Sydney noch in Manly am Strand, wie gaaaanz viele andere auch! Die Kinder genossen den Sand und wir die Sonne. Nach einem feinen Znacht machten wir uns mit der Manly-Fähre auf den Heimweg und bestaunten die tolle Skyline im Abendlicht. Am letzten halben Tag in Sydney bewunderten wir bei strahlendem Sonnenschein nochmals die tolle Aussicht und zwar dieses Mal vom Brückenpfeiler der Harbour Bridge aus. Dann hiess es Abschied nehmen von Sydney und Australien, für alle ein spezieller Moment. Nach kleineren Taxi-Schwierigkeiten sind wir dann noch pünktlich am Flughafen angekommen und etwas windig nach Neuseeland geflogen.

Kia ora! Bereits am Flughafen von Christchurch wurden wir mitten in der Nacht herzlich begrüsst. Die Leute hier sind extrem freundlich und aufgestellt. Sogar der Zöllner war äusserst zuvorkommend, obwohl sein Hund bei unserem Rucksack laut bellte und alles ausgepackt wurde. Natürlich war nichts zu finden… Unsere Erkundungstour in Neuseeland starteten wir im Antarctic Center in Christchurch. Die Kinder waren total begeistert. Der eiskalte Windsturm im Simulator war ein Erlebnis und natürlich die Hägglund-Fahrt über Berg und Tal. Noah bekam von unserem Driver gleich ein Jobangebote als Hägglund-Fahrer in 14 Jahren. Jetzt kommt doch zum ersten Mal sein Berufswunsch Buschauffeur ins Wanken… Anschliessend fuhren wir in die Innenstadt von Christchurch. Wir waren alle sehr erschüttert, wie stark diese Stadt noch unter den Auswirkungen der massiven Erdbeben vor fast 5 Jahren leidet. Es ist alles flach, leer, kaputt und wie ausgestorben im Stadtzentrum. 

Danach genossen wir zwei wundervolle Tage in Akaroa. Die Sonne schien und es war richtig heiss. Die Harbour Cruise war ein tolles Erlebnis. Wir durften einige Hector’s Delfine beobachten, sahen Seehunde und mächtige Klippen und surften mit dem Schiff über hohe Wellen. Natürlich gab es anschliessend zum Zmittag echte Fish’n’Chips, eingewickelt in Papier. Viel zu schnell verging die Zeit und wir zogen weiter…

Auf Tipp von unserem Globetrotter-Berater Kurt haben wir eine Nacht in einem Cabin auf einem kleinen Campingplatz in der Nähe der Moeraki-Boulders gebucht. Ohne grosse Erwartungen kamen wir am Abend dort an und wurden gleich sehr herzlich vom Schweizer Besitzer und seiner Familie begrüsst. Er selbst war früher ebenfalls Globetrotter-Berater gewesen und kannte Kurt. Zufälligerweise war noch ein weiterer Globetrotter mit seiner Familie zu Besuch und so waren wir in bester Gesellschaft. Wir verbrachten gemütliche Stunden zusammen und wurden zu einem feinen Znacht eingeladen. Zudem kamen wir in den Genuss einer tollen Reiseberatung für Chile und Costa Rica. Danke Martin, du hast uns sehr geholfen! Und unsere Kinder genossen das Spielen auf der tollen Spielwiese, Noah liebte den Gokart und endlich gab es mal wieder Gspändli, mit denen sie sich austauschen konnten. So brachten wir es nicht fertig, nach einer Nacht zu gehen, obwohl wir eigentlich schon weiter gebucht hatten. Mit guten Ideen von einem erfahrenen Globetrotter konnten wir die gebuchte Nacht stornieren und noch eine weitere auf dem Campingplatz anhängen. Am Abend waren wir auf Pinguinbeobachtung und wir durften aus nächster Nähe zusehen, wie die yellow-eyed Pinguine aus dem Meer stiegen und zu ihren Nistplätzen watschelten. Zudem lagen Seehunde direkt vor unseren Füssen. Absolut eindrücklich! Auch die Moeraki Boulders haben wir angeschaut und beklettert. Das sind Steinkugeln, die direkt am Strand liegen. Lenny ist so lange geklettert bis er ins Meer geplumpst ist! Beim Strandspaziergang dahin fanden wir ganz tolle Steine und Muscheln. Diese zwei Tage wurden also zu einem absoluten Highlight unserer Weltreise! Die Kinder und auch wir wären noch lange da geblieben und Noah und Lenny vermissten „ihre Gspändli“ noch eine Weile! Vielen Dank nochmals an alle Beteiligte! Und wie klein ist doch die Welt: Im Cabin neben uns haben die Eltern von einer Kollegin von mir gewohnt, kaum zu glauben…

Die nächsten Tage verbrachten wir in Dunedin und wir nahmen es etwas ruhiger. Alle mussten sich von der tollen „Lagerstimmung“ erholen… Am Sonntag sahen wir uns die Santa Parade an, ein Weihnachtsumzug durch die Stadt, der uns eher an Fasnacht erinnert hat. Der Santa zeigte sich zum Schluss ganz kurz und mit Sonnenbrille…! Ansonsten war das Wetter hier sehr windig, kühl und wechselhaft. Wir haben mit einer Führung die Cadbury-Schoggifabrik kennengelernt und durften eine Menge Schoggiriegel mitnehmen. Auf der Otago Halbinsel besuchten wir das Albatross-Zentrum, aber leider zeigten sich die grossen Vögel zum Leidwesen unserer Kinder nicht. Auf dem Heimweg kraxelten wir dafür noch kurz die steilste Strasse der Welt hoch (19% Steigung). Und morgen geht es dann weiter nach Wanaka…

Ädu und ich sind im Moment ganz intensiv an der Planung für unsere beiden letzten Reisedestinationen. Es ist nicht ganz einfach, da die Hochsaison beginnt und alles bereits sehr gut gebucht ist. Aber es gibt immer eine Lösung. So wird uns die verbleibende Zeit unserer Reise immer bewusster. Einerseits geniessen wir das Reiseleben extrem und schätzen all die tollen Momente. Andererseits freuen wir uns auch, dass es absehbar wird, euch alle wieder zu sehen und unsere Erlebnisse mit euch zu teilen! Vor allem die Weihnachtszeit ist doch sonst intensive Familienzeit, die wir dieses Jahr völlig anders erleben! 

Aber jetzt lassen wir uns vorerst noch von den fröhlichen Kiwis anstecken… Haere rā und bis bald!

One Response

  1. Brigitte
    |

    Hoi zäme
    Unglaublich, all eure Erlebnisse aus weiter Ferne mitzuerleben. Mit etwas Wehmut verfolge ich eure Reise und geniesse die tollen Fotos. Hier in Hünenberg ist es geruhsamer und wir geniessen milde Tage im Advent. Euch allen wünsche ich frohe Festtage und eine tolle Weiterreise! Macheds witerhin guet und hebend Sorg!
    Brigitte

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