Von Fremantle nach Südaustralien

Von Fremantle nach Südaustralien

mit Keine Kommentare

Die letzten Tage in Westaustralien haben wir in Fremantle verbracht. Der Campingplatz war in allen Punkten der Schlechteste der ganzen Reise, deshalb waren wir froh, dass es viel zu sehen und zu tun gab! Den Sonntag haben wir wie ganz viele andere auch auf Rottnest Island verbracht. Diese kleine Insel liegt eine halbe Stunde Schifffahrt vor Fremantle. Sie ist autofrei und wird mit dem Velo erkundet. Das wollten wir natürlich unbedingt auch so machen. Es hat aber doch eine Weile gedauert, bis wir ein passendes Velo für alle von uns gefunden haben! Zu gross, zu klein, falscher Sattel, falsche Farbe… Aber es hat sich gelohnt. Wir haben schlussendlich eine tolle Velotour gemacht, haben gegen die starke Meeresbrise gekämpft, haben diverse Hügel erklommen (Lenny ohne Gangschaltung), konnten die Schönheit der Insel geniessen und haben einige Quokkas angetroffen. Diese kleinen, rattenähnlichen Beuteltiere haben es unseren Kindern angetan. Sie sahen auch zum Knuddeln aus! Die Retourfahrt mit dem Schiff war dann sehr stark schwankend, Noah hat immer wieder Angst gehabt, das Schiff könnte kippen!

Am nächsten Tag sind wir dann noch durch Fremantle geschlendert, haben auf dem „Capuccino Strip“ Zmittag gegessen und die Kinder haben den Spielplatz an der Esplanade genossen. Am Abend ging dann die grosse Packerei los! Trotz 8kg Paket in die Schweiz, blieb noch ein Berg Material übrig und Ädu bekam fast graue Haare! Doch schlussendlich war wie immer alles perfekt verstaut und gepackt!

Nach ein paar nervigen Fehlalarmen auf dem Gate am Flughafen und einem angenehmen Flug, sind wir am Abend in Adelaide angekommen. Und wie haben wir unser Hotelzimmer genossen nach 3 1/2 Wochen Camper! Zudem mussten wir unsere Weiterreise in Südaustralien organisieren und den kleinen Jetlag verarbeiten. So haben wir nicht allzu viel von Adelaide gesehen, denn bereits am 2. Tag haben wir noch einmal einen Camper abgeholt. Leider dieses Mal noch ein etwas älteres Modell und auch der Zustand etwas klapperig und schmuddelig! Aber als unterdessen routinierte Camper sind wir dann (Augen zu und durch) losgefahren.

Nach einer kurvenreichen und hügeligen Fahrt durch schöne Landschaften sind wir am ersten Abend am Cape Jervis angekommen. Der Campingplatz gehört zu einer aktiven Farm. Unser Camper stand auf der Wiese mit toller Sicht aufs Meer Richtung Kangaroo Island. An dieser Lage fiel es dann etwas einfacher, unser Camper mal fürs Erste zu putzen und einzurichten! Die Kinder genossen unterdessen den Umschwung, rannten umher und konnten endlich mal etwas länger draussen bleiben. Hier im Süden wird es nämlich erst später dunkel. So blieb auch Ädu und mir noch Zeit, nach getaner Arbeit mit unserem neuen Fitnessprogramm zu starten: Rope skipping („seiligumpe“;))!

Diese Nacht wurde zum ersten Mal richtig kalt! Zum Glück hat unser Camper eine Heizung! Am nächsten Morgen packten wir das Nötigste, denn wir „verreisten“ für drei Tage nach Kangaroo Island. Das ist die drittgrösste Insel Australiens und die Heimat von sehr vielen Tieren. Den Camper liessen wir auf dem Campingplatz stehen. Mit der Fähre kamen wir auf die Insel und dort mieteten wir einmal mehr ein Auto. Zudem haben wir sehr kurzfristig eine Unterkunft gebucht: Bush Getaway Cabin! Der Name war schon vielversprechend und es war auch toll! Mitten im Nirgendwo hatten wir ein herziges Häuschen mit grossen Fensterfronten und viel Platz, es war einfach herrlich! Auch die Insel selbst hat uns total gut gefallen, die Kinder wären am liebsten dort geblieben! An der Seal Bay konnten wir aus nächster Nähe australische Seelöwen beobachten, in der little Sahara durften die Kinder sandschlitteln, in den Eukalyptusbäumen haben wir knuddelige Koalas gefunden, auf Felsvorsprüngen konnten wir den Pelzrobben beim Spielen zusehen, bei den eindrücklichen Remarkable Rocks gab es ein Fotoshooting, über die tosenden Wellen beim Admirals Arch haben wir gestaunt und den „schönsten“ Leuchtturm haben wir auch noch gefunden! Die vielen frei lebenden Tiere waren wirklich ein Highlight. Wunderschöne Kängurus sind umher gehüpft, am Abend Koalas, die über die Strasse spazieren, Wallabies, Goannas und Echidna am Srassenrand… Wir liessen uns drei Tage in eine andere Welt entführen und haben gestaunt!!!

Jetzt sind wir zurück im Camper und nehmen auch diese Herausforderung gerne wieder auf uns. Die letzten 10 Tage Camperleben sind grob geplant und wir hoffen, dass wir auch an der Südküste noch einiges erleben werden. Die Kinder plagt zwischendurch etwas das Heimweh (Zitat Lenny: Ich habe die Welt jetzt gesehen, sie ist toll, aber ich möchte jetzt nach Hause!). So ist es umso wertvoller, dass wir zwischendurch so ganz speziell tolle Erfahrungen machen dürfen und die Kinder in eine faszinierende andere Welt abtauchen können! Und es wird uns halt immer wieder bewusst, wie gut es uns zu Hause geht, wie schön und wertvoll unser eigenes Land ist und was für tolle und unentbehrliche Menschen, wie ihr alle, uns durchs Leben begleiten! Das ist unglaublich wertvoll, Danke!!!

Ein sonniger Gruss aus down under und bis bald wieder, bye bye…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.